Ethikrichtlinien

Version vom 23. Januar 2016
finale Version folgt nach Überarbeitung durch die Arbeitsgruppe

Präambel

Diese Ethikrichtlinie regelt ethische Fragen, die sich aus der Berufsausübung von Feel Good Manager_innen ergeben. Sie zielt darauf,

  • die Reflexion des eigenen beruflichen Handelns der Feel Good Manager_innen zu fördern
  • die Kund_innen vor unethischem Handeln von Feel Good Manager_innen zu schützen
  • die Qualität von Feel Good Management sicher zu stellen und das Ansehen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit zu fördern.

Grundsätze

Feel Good Manager_innen handeln in der Ausübung ihres Berufes stets auf der Grundlage der ethischen Grundsätze, wie sie in den allgemeinen Menschenrechten gemäß der Charta der Vereinten Nationen und der Bundesrepublik Deutschland oder im jeweiligen Länderrecht niedergelegt sind. Sie üben ihren Beruf nach bestem Wissen und Gewissen sowie auf der Grundlage des jeweils aktuellen fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisstandes aus.

Allgemeine Sorgfaltspflichten

Die/ der Feel Good Manager_in verpflichtet sich, keine gegen die Intention dieser Ethikrichtlinie verstoßenden Verfahren anzuwenden. Alle im Feel Good Management zum Einsatz gebrachten Methoden sind praktisch bewährt, plausibel theoretisch fundiert und können auf Nachfrage von der/dem Feel Good Manager_in nachvollziehbar erläutert und begründet werden. Verfahren, die im Widerspruch zu gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen sowie jegliche Bezugnahme auf Sekten und sektenähnliche Gruppierungen sind ausdrücklich ausgeschlossen.

 Qualitätssicherung

 Um die Qualität der eingesetzten Methoden sicherzustellen und diese der/ dem Kund_in gegenüber transparent zu machen, holt die/der Feel Good Manager_in Feedback ein und evaluiert regelmäßig die Qualität seiner Arbeit. Generell verpflichtet sich die/der Feel Good Manager_in auf Annahme und Einhaltung allgemein anerkannter fachlicher Standards.
Um seine Kompetenz zu erhalten, zu stärken und fortzuentwickeln, bildet sich die/ der Feel Good Manager_in regelmäßig weiter und nimmt Supervision/ externe professionelle Reflexion in Anspruch. Ziel ist die Überprüfung der eigenen Haltung und Arbeitsweisen als Feel Good Manager_in.

 Verhältnis zwischen Feel Good Manager_in und Kund_innen

Das Verhältnis zwischen Feel Good Manager_in und Kund_in ist durch einen wertschätzenden Umgang und klarer, von allen Beteiligten akzeptierter Rollenverteilung charakterisiert.
Es ist durch eine vertragliche Vereinbarung begründet und geregelt,

Die/ der Feel Good Manager_in verfolgt im und mit dem Feel Good Management keinerlei über die Rolle als Feel Good Manager_in hinausgehende Interessen und wahrt strikte Vertraulichkeit.

Bei internen, d.h. fest angestellten Feel Good Manager_innen muss eine arbeitsrechtliche Regelung getroffen werden, die ein unabhängiges Handeln der/ des Feel Good Manager_in im Prozess im Sinne dieser Ethikrichtlinie ermöglicht.

Verhältnis zwischen Feel Good Manager_in, Kund_in und Auftraggeber_in

Sind Kund_innen und Auftraggebende nicht identisch, werden der Auftrag, die Rollen, sowie Modalitäten und Inhalte der Informationsweitergabe zwischen den beteiligten Parteien genau und transparent geregelt. Dies umfasst auch die Frage, welche persönlichen Informationen über den/die Kund_in im Rahmen einer Evaluation an den Auftraggebenden weiter gegeben werden dürfen. Alle darüber hinaus gehenden persönlichen Informationen unterliegen grundsätzlich der Vertraulichkeit.
 Die/ der Feel Good Manager_in wahrt stets die Interessen sowohl des/ der Kundin als auch des Auftrag gebenden Unternehmens im Rahmen des Auftrags.

Umgang mit Einschränkungen

Falls im Verlauf des Feel Good Management-Prozesses Interessenkonflikte auftreten, werden diese thematisiert und nachvollziehbar aufgelöst.
Die/ der Feel Good Manager_in lehnt Aufträge ab, die zu erfüllen sie/ er nach bestem Wissen und Gewissen nicht hinreichend kompetent ist. In solchen Fällen kann er/ sie auf die Möglichkeit verweisen, sich an Kollegen oder Angehörige anderer Berufsgruppen zu wende

 Datenschutz und Verschwiegenheit

Die/ der Feel Good Manager_in verpflichtet sich, über die geltenden Datenschutzbestimmungen des Auftraggebers zu informieren und diese nach bestem Wissen und Gewissen einzuhalten.

Kollegiales Handeln

Die/
der Feel Good Manager_in unterlässt alles, was dem Ansehen des Berufsstandes «Feel Good Manager» oder des Verbandes in der Öffentlichkeit schadet.
Der Umgang mit Kollegen und Kolleginnen ist fair und stellt Konkurrenzaspekte zurück. Leitlinien des kollegialen Handelns sind Offenheit, Austausch und gegenseitige Unterstützung.

Werbung

Jegliche Werbung der/ des Feel Good Manager_in orientiert sich an der in dieser Ethikrichtlinie beschriebenen Rolle der/ des Feel Good Manager_in. Alle werblichen Veröffentlichungen sind daher sachgemäß, redlich und fair zu halten. Vergleichende Werbung ist für Feel Good Manager_innen unzulässig.

Gesamtgesellschaftliche Verantwortung

Die/ der Feel Good Manager_in ist sich seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst und handelt in diesem Sinne nach bestem Wissen und Gewissen. Die/ der Feel Good Manager_in ist ausdrücklich aufgefordert, auch die moralischen Aspekte eines Auftrages zu prüfen und ggf. auch Aufträge abzulehnen.

Verstöße gegen die Ethikrichtlinie

Im Falle von Verstößen gegen diese Ethikrichtlinie kann nach eingehender Prüfung ein Ausschluss aus dem Berufsverband erfolgen.

 

2015 © Berufsverband Feel Good Management

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